Mitmacher-Interview #6

An der Idee des WohnKulturHof mag ich besonders, …
dass jeder alleine sein darf, aber keiner alleine sein muss. Brauche ich gerade meine Privatsphäre, ziehe ich einfach meine Tür hinter mir zu. Aber meistens möchte ich in Gemeinschaft leben und mich mit anderen treiben lassen. Vieles geht zusammen einfacher als allein. Gedanklich an einer neuen Idee herumspinnen, sie diskutieren und schließlich gemeinsam planen und umsetzen ist in Gemeinschaft viel einfacher als alleine... und macht noch viel mehr Spaß!

Durch die drei Bereiche des Wohnens, der Kultur und der Arbeit bekomme ich oft Angebote und Möglichkeiten, die ich ohne den WohnKulturHof gar nicht angehen würde, wie einen Suppenjazz oder eine Lesung eines mir unbekannten Autors besuchen. Diese niederschwelligen Angebote erleichtern auch den Nachbarn und Dorfbewohnern, daran teilzuhaben und davon zu profitieren. Und umgekehrt bekommen die Initiatoren der Kulturveranstaltungen viel Rückenwind, so dass es sich lohnt, diese im ländlichen Raum anzubieten.

Mit dem WohnKulturHof kann ich meine Vorstellung ...
von nachhaltiger Lebensweise, sozialer Gemeinschaft und Minimalismus kombinieren und umsetzen. Bereits beim Bau des WohnKulturHof wird auf ökologische Baustoffe und möglichst klimaneutrale Energieerzeugung geachtet. Das Projekt des Car-Sharings soll verwirklicht werden. Auf allen Gebieten können Synergien entstehen, um unnütze Dinge zu minimieren oder zu negieren. Wie viel Wohnraum brauche ich wirklich? Ist es nötig, dass jede:r Mitbewohner:in eine eigene Waschmaschine, einen eigenen Akkubohrer und einen Rasenmäher hat? Wer kann mir ein Loch für meine Hängematte in die Decke bohren? Soll ich auf deine Kinder mit aufpassen oder kann ich dir einen Weg abnehmen und dir vom Einkaufen etwas mitbringen?

Ich wünsche mir...
dass wir gemeinsam viele tolle kleine und große Projekte anstoßen und umsetzen können und bin sehr gespannt auf die Ideen der anderen.

Ich freue mich besonders auf …
das erste Ei, das eins unserer Hühner gelegt hat. Das wird mit dem größten Genuss vertilgt. Vielleicht wird es ja ein grünes Ei ... 😉

Ein tolles Gefühl gibt mir, …
endlich so leben zu können, wie ich es mir seit zwanzig Jahren erträume und hoffe sehr, andere mit meiner Begeisterung anzustecken.

Mein Lebensmotto seit vielen Jahren:

Kinder, kommt zu Tisch! Es ist genug für alle da! 🙂