Soziokratie-Workshop

Am 26. Juni haben wir uns zu einem Soziokratie-Workshop getroffen.


Nachdem wir die planerischen Dinge jetzt ihren Gang gehen lassen können (dazu gibt's hier bald mehr zu lesen), stehen endlich wieder die Menschen und Formen des Zusammenlebens im Fokus unserer Planungen.
Am 26. Juni hatten wir uns zu einem Soziokratie-Workshop getroffen und diskutiert, wie wir uns im WohnKulturHof zukünftig organisieren wollen und heben gemeinsam einen tollen Tag verbracht.
Mit dabei waren neben dem Kernteam einige Menschen, die sich schon länger für den WohnKulturHof interessieren.

Wie organisieren wir uns als Gemeinschaft?

Dabei ist es für uns wichtig, ein überzeugendes Konzept zu haben, wie wir als Gemeinschaft miteinander diskutieren und abstimmen. Wir treffen wir künftig Entscheidungen zu Punkten, die alle betreffen? Wie organisieren wir Mitsprache und den Informationsfluss? Was braucht es, damit wir eigenverantwortlich im Sinne der Gemeinschaft handeln? Das alles sind wichtig Fragen, wenn gemeinsames Wohnen und Leben gut gelingen soll.

Bei einem der Netzwerktreffen mit anderen Wohnprojekten ist uns dabei die Soziokratie als ein interessanter Organisationsansatz den Weg gelaufen.

Soziokratie ist eine klar strukturierte Organisationsform, bei der alle Menschen aus der Organisation an Verantwortung tragen und in klar definierten Kreis-Strukturen eine hohes Maß an Mitspracherechten haben.

Für alle, die sich für den Ansatz interessieren, gibt dieser ca. 25-minütige Film einen guten Überblick:

Welche Soziokratischen Prinzipien sind uns besonders wichtig?

Zur Vorbereitung auf den Workshop haben wir uns alle diesen Film angeschaut. Auf Basis dieses gemeinsamen Wissensstands haben wir dann darüber diskutiert, wie wichtig uns die einzelnen Soziokratischen Prinzipien sind:

Soziokratie ganz praktisch

Und beim Diskutieren haben wir dann gleich auch Soziokratie geübt. Joachim aus dem Kernteam hat gerade eine Soziokratie-Weiterbildung abgeschlossen und uns mit seinen neu erworbenen Fähigkeiten in "soziokratischer Moderation" einige Vorgehensweisen erleben lassen. So haben wir uns z.B. in zwei klar strukturierten Rede-Runden ausgetauscht, ohne direkt in eine klassische Diskussion überzugehen. Eine interessante und teils ungewohnte Erfahrung.

Konsent als wichtigstes Prinzip

Die intensive Auseinandersetzung mit den vier Soziokratischen Prinzipen hat gezeigt, das wir alle den Ansatz als Organisationsstruktur für geeignet halten. Weiterhin ist klar geworden, dass uns das Konsent-Prinzip sowie die offene Wahl besonders wichtig sind. Und last but not least wurde allen deutlich, dass diese Vorgehensweise noch ungewohnt ist und Übung braucht. Daher lassen wir ab jetzt bei allen unseren Treffen und Sitzungen, soziokratische Moderations-Ansätze einfließen und üben uns darin.

Kennenlerne durch Zusammenarbeit

Neben den inhaltlichen Diskussionen, die sehr fruchtbar und erhellend waren, hatten wir einfach einen tollen Tag zusammen, bei dem alle ihre Talente eingebracht haben. Es hat riesig Spaß gemacht - und Lust auf mehr!

Hier ein paar Impressionen (alle Fotos von Birgit Pfaus-Ravida):