Mitmach-Interview #11

Mitmach-Interview #11

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Als gebürtige Bambergerin hat Andrea seit über zwanzig Jahren Trier und Umgebung sehr zu schätzen gelernt. Sie liebt - neben ihrem ersten Beruf als Eisenbahnerin - seit vielen Jahren die Arbeit mit Jugendlichen und Erwachsenen als Sozialpädagogin.

Was hat mich bewogen, mich am WohnKulturHof zu beteiligen?

Schon seit der Zeit vor meinen Kindern hatte ich die Idee in einer größeren „Wohngemeinschaft“ mit netten Menschen und in eigenen Wohneinheiten zu leben. Ich komme aus einer echten Großfamilie (vier Generationen) und habe gelernt, dass das eine wunderbare Lebensform ist, wenn die Grenzen (und Türen) des Einzelnen respektiert werden und man sich wohlwollend begegnet.
Bei meinen Reisen nach Ghana, Tansania und Bali lernte ich andere Wohnformen aus anderen Kulturen und deren Charme und Chancen persönlich kennen. Beeindruckt hat mich z.B. die Selbstverständlichkeit der IndonesierInnen, dass Nachbarn eines „Wohnhofes“ auf Bali für den Besuch kochen, so dass man einfach Zeit für den eigenen Besuch hat und dann umgekehrt. Das entlastet die Gastgeber und macht Spaß.
Hier in Deutschland sehe ich die vielen Möglichkeiten, die durch andere Arten des Wohnens entstehen können, um sich gegenseitig zu entlasten, gemeinsam zu kochen und zu arbeiten, Dinge zu teilen, z.B. einen Drucker zu benutzen und sich gegenseitig zu inspirieren. Das sind alles sehr zukunftsweisende Chancen.

Worauf freust du dich am meisten beim WohnKulturHof?

  • Auf die schönen Wohnungen, die ökologisch und nachhaltig gebaut werden.
  • Auf die wunderbare Natur in und um Pluwig.
  • Auf die Gemeinschaft mit wirklich beeindruckenden Menschen mit Herz und Verstand, die ein Geschenk sind, wenn man mit ihnen zusammenleben kann.
  • Auf die Ideen und Möglichkeiten, die im Laufe der Jahre noch entstehen werden in Bezug auf Musik, Kultur, Arbeiten, Gärtnern, Kochen, Essen, Feiern, Solidarität leben und die gemeinsamen Erfolge im WohnKulturHof.
  • Auf die Abende, an denen wir nach getaner Arbeit oder nach einem Konzert zusammensitzen bei einem schönen Glas Wein, das Leben genießen und lachen.
  • Auf die selbstverständliche Möglichkeit auch einfach mal die Türe zuzulassen und ganz alleine zu sein.
  • Auf den einmaligen Zeitpunkt, wenn einige BewohnerInnen zusammen einen herzhaften Jodler ins Pluwiger Tal jodeln. 😉

Im Zentrum der Idee des gemeinschaftlichen Wohnens steht für mich, ...

  • dass unterschiedliche Menschen, alt und jung, zusammen in einer Gemeinschaft leben, die ähnliche Vorstellungen von Nachhaltigkeit, Solidarität, Teilen, Zukunftsentwicklung, Sozialem Miteinander, Respekt und Lebensfreude haben.
  • dass es im WohnKulturHof möglich sein wird, in Gemeinschaft zu sein und auch natürlicherweise alleine zu sein und der persönliche Freiraum auch ganz selbstverständlich respektiert wird.

An der Idee des WohnKulturHof mag ich besonders, ...

dass die GründerInnen beides haben: Bodenständigkeit, Vernunft, Verstand und Mut, Visionen, Herz und Humor. Das ist die beste Voraussetzung für ein gemeinsames Projekt.

Mein Leitspruch zum WohnKulturHof lautet:

Mutig voran!